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Erste jüdische Hochschulgemeinde Deutschlands gegründet

Die erste jüdische Studierendengemeinde in Deutschland entsteht in Potsdam. In der "Beth Hillel"-Hochschulgemeinde haben sich am Sonntagabend 30 Angehörige der Universität Potsdam zusammengeschlossen, teilte das Abraham-Geiger-Kolleg mit. Der Trägerverein der Gemeinde wurde im Anschluss an einen jüdischen Gottesdienst gegründet.
Ziel der Gemeinde ist laut Satzung unter anderem die Förderung von Religion und Völkerverständigung an den Potsdamer Hochschulen. Der Verein versteht sich als Einheitsgemeinde, die allen Ausprägungen des Judentums ein Dach bieten will, und strebt die Gründung weiterer Studierendengemeinden an deutschen Hochschulen an.
In einem Grußwort an die evangelischen und katholischen Hochschulgemeinden und andere Universitätsangehörige heißt es, das Judentum sei wie das Christentum und der Islam eine Religion, die in Gemeinschaft gelebt werden wolle. Ohne Gemeinde fehle ein wesentliches Element, das Judentum lebendig zu gestalten. "Diese Lücke wollen wir nun schließen", hieß es.
Dem fünfköpfigen Vereinsvorstand von "Beth Hillel Potsdam" sollen unter anderem ein hauptamtlicher Vertreter des Abraham-Geiger-Kollegs und ein Hochschulrabbiner angehören. Die Gemeinde will auch Mitglied im internationalen Netzwerk der "Hillel Foundation for Jewish Campus Life" mit Sitz in Washington D.C. werden.
Quelle:
Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW)
Altstädter Kirchplatz 5 (Landeskirchenamt)
33602 Bielefeld
landeskirchenamt@lka.ekvw.de
http://www.ekvw.de

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ist eine von 20 Landeskirchen, die unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vereinigt sind. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Verwaltungssitz ist Bielefeld.
Die Evangelische Kirche von Westfalen baut sich von den 522 Gemeinden her auf. Jede Kirchengemeinde wird von einem gewählten Presbyterium geleitet. Dessen Mitglieder heißen Presbyter/innen. Dem Presbyterium gehören auch die Pfarrer/innen der Gemeinde an. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts erfüllt eine Kirchengemeinde ihre Aufgaben im Rahmen des Kirchenrechts in eigener Verantwortung.
Die Gemeinden sind in 28 Kirchenkreise gegliedert. An der Spitze eines Kirchenkreises steht ein/e Superintendent/in. Höchstes Leitungsgremium des Kirchenkreises ist die Kreissynode, in der die Gemeinden repräsentiert sind. Auch die Kirchenkreise sind öffentlich-rechtliche Körperschaften.
In elf Gestaltungsräumen kooperieren immer zwei bis vier Kirchenkreise miteinander.
Die Landessynode, die als "Kirchenparlament" in der Regel einmal jährlich tagt, ist das höchste Leitungsgremium der Landeskirche. Sie beschließt über Kirchengesetze, Finanzen und die maßgeblichen Weichenstellungen auf dem Weg, den die Kirche geht. In der Landessynode sind die Kirchenkreise und damit indirekt auch die Gemeinden vertreten. Diese presbyterial-synodale Ordnung ist ein Grundprinzip der evangelischen Kirche.
Im Auftrag der Landessynode wird die Landeskirche von der Kirchenleitung, die monatlich zusammenkommt, geleitet. Die Kirchenleitung besteht aus 18 Mitgliedern, darunter sieben hauptamtlichen. Den Vorsitz führt der/die Präses, den/die die Landessynode auf acht Jahre wählt. Er/Sie ist der/die leitende Theolog/in der EKvW und hat auch in der Landessynode den Vorsitz. Stellvertreter/innen des Präses sind ein/e theologische/r und ein/e juristische/r Vizepräsident/in, die beide zu den sieben hauptamtlichen Kirchenleitungsmitgliedern gehören.
Die EKvW hat ca. 2,45 Millionen Mitglieder (Stand Dezember 2011).
Etwa 22.000 (mit Diakonie ca. 60.000) Menschen sind haupt- und nebenberuflich in der EKvW beschäftigt.
Die Evangelische Kirche von Westfalen ist eine der unierten Kirchen innerhalb der EKD. Die Kirche ist eine Gliedkirche der Union Evangelischer Kirchen (UEK | www.uek-online.de) und Mitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (www.leuenberg.net).
Die Landeskirche unterhält eine Evangelische Akademie mit Sitz im Haus Villigst in Schwerte sowie eine Hochschule für Kirchenmusik in Herford.

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