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Evangelische Jugend ist gefragt

Kinder- und Jugendbericht belegt Vielfalt und starke Beteiligung

Erstmals hat die Jugendkammer der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) einen Kinder- und Jugendbericht vorgelegt, der auch Zahlen zur Teilnahme an den Angeboten evangelischer Kinder- und Jugendarbeit in Westfalen enthält. Demnach verzeichnete der Jugendverband im Jahr 2011 insgesamt 649.000 Besuche an 33.829 Veranstaltungen. Das wurde am Wochenende beim Jahrestreffen der Jugendpresbyterinnen und -presbyter Westfalens in Haus Villigst/Schwerte mitgeteilt.
"Wir denken nicht nur, dass unheimlich viel in der evangelischen Jugend stattfindet – jetzt wissen wir es auch", sagte Udo Bußmann, Landesjugendpfarrer der EKvW und Vorsitzender der Jugendkammer, während der Vorstellung des Berichts. Und weiter: "Die vorliegenden Zahlen überraschen uns zugegebenermaßen selbst ein wenig. Vieles haben wir geahnt, aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Wir sind ein starkes Stück Protestantismus. Und die Vielfalt der Aktivitäten ist beeindruckend."
Differenziert wurden die Zahlen im Bericht mit dem Titel "Glauben leben lernen" nach den Angebotsformen Gruppen und Kreise, Veranstaltungen und Projekte sowie Maßnahmen im Allgemeinen. Nach wie vor hoch ist die Zahl der Mitwirkung in festen Gruppenangeboten. Auf lange Sicht gilt die Gruppenarbeit in der pädagogischen Arbeit als schwierig, da sich immer weniger junge Menschen längerfristig festlegen wollen.
Quelle:
Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW)
Altstädter Kirchplatz 5 (Landeskirchenamt)
33602 Bielefeld
landeskirchenamt@lka.ekvw.de
http://www.ekvw.de

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ist eine von 22 Landeskirchen, die unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vereinigt sind. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Verwaltungssitz ist Bielefeld.
Die Evangelische Kirche von Westfalen baut sich von den 556 Gemeinden her auf. Jede Kirchengemeinde wird von einem gewählten Presbyterium geleitet. Dessen Mitglieder heißen Presbyter/innen. Dem Presbyterium gehören auch die Pfarrer/innen der Gemeinde an. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts erfüllt eine Kirchengemeinde ihre Aufgaben im Rahmen des Kirchenrechts in eigener Verantwortung.
Die Gemeinden sind in 31 Kirchenkreise gegliedert. An der Spitze eines Kirchenkreises steht ein/e Superintendent/in. Höchstes Leitungsgremium des Kirchenkreises ist die Kreissynode, in der die Gemeinden repräsentiert sind. Auch die Kirchenkreise sind öffentlich-rechtliche Körperschaften.
In elf Gestaltungsräumen kooperieren immer zwei bis vier Kirchenkreise miteinander.
Die Landessynode, die als "Kirchenparlament"in der Regel einmal jährlich tagt, ist das höchste Leitungsgremium der Landeskirche. Sie beschließt über Kirchengesetze, Finanzen und die maßgeblichen Weichenstellungen auf dem Weg, den die Kirche geht. In der Landessynode sind die Kirchenkreise und damit indirekt auch die Gemeinden vertreten. Diese presbyterial-synodale Ordnung ist ein Grundprinzip der evangelischen Kirche.
Im Auftrag der Landessynode wird die Landeskirche von der Kirchenleitung, die monatlich zusammenkommt, geleitet. Die Kirchenleitung besteht aus 18 Mitgliedern, darunter sieben hauptamtlichen. Den Vorsitz führt der/die Präses, den/die die Landessynode auf acht Jahre wählt. Er/Sie ist der/die leitende Theolog/in der EKvW und hat auch in der Landessynode den Vorsitz. Stellvertreter/innen des Präses sind ein/e theologische/r und ein/e juristische/r Vizepräsident/in, die beide zu den sieben hauptamtlichen Kirchenleitungsmitgliedern gehören.
Die EKvW hat ca. 2,6 Millionen Mitglieder (Stand 2006). Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von ca. 30 Prozent.
Etwa 22.000 (mit Diakonie ca. 60.000) Menschen sind haupt- und nebenberuflich in der EKvW beschäftigt.
Die Evangelische Kirche von Westfalen ist eine der unierten Kirchen innerhalb der EKD. Die Kirche ist eine Gliedkirche der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und Mitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.
Die Landeskirche unterhält eine Evangelische Akademie mit Sitz in Haus Villigst in Schwerte.

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