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Neue Großorganisation bündelt Kräfte

Evangelische Diakonie und Entwicklungsdienst verschmelzen

Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland mit 'Brot für die Welt' haben ihre Fusion zum Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung besiegelt.
Die Mitgliederversammlung des EED und die Diakonische Konferenz, die Delegiertenversammlung der Diakonie, haben in Berlin in einer gemeinsamen Sitzung dem Verschmelzungsvertrag zugestimmt. "Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung unterstreicht eindrucksvoll die Selbstverpflichtung evangelischer Kirchen in Deutschland zur sozialen Arbeit weltweit, in Europa und in unserem Land", sagte Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier nach der Sitzung.
Das neue Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung besteht aus den zwei Teilwerken: Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst und Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband. Beide Teilwerke nehmen ihre Arbeit im Oktober 2012 in Berlin-Mitte, in der Caroline-Michaelis-Straße 1 in der Nähe des Nordbahnhofes auf. Die Standorte Bonn und Stuttgart werden aufgegeben.
Quelle:
Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW)
Altstädter Kirchplatz 5 (Landeskirchenamt)
33602 Bielefeld
landeskirchenamt@lka.ekvw.de
http://www.ekvw.de

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ist eine von 22 Landeskirchen, die unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vereinigt sind. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Verwaltungssitz ist Bielefeld.
Die Evangelische Kirche von Westfalen baut sich von den 556 Gemeinden her auf. Jede Kirchengemeinde wird von einem gewählten Presbyterium geleitet. Dessen Mitglieder heißen Presbyter/innen. Dem Presbyterium gehören auch die Pfarrer/innen der Gemeinde an. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts erfüllt eine Kirchengemeinde ihre Aufgaben im Rahmen des Kirchenrechts in eigener Verantwortung.
Die Gemeinden sind in 31 Kirchenkreise gegliedert. An der Spitze eines Kirchenkreises steht ein/e Superintendent/in. Höchstes Leitungsgremium des Kirchenkreises ist die Kreissynode, in der die Gemeinden repräsentiert sind. Auch die Kirchenkreise sind öffentlich-rechtliche Körperschaften.
In elf Gestaltungsräumen kooperieren immer zwei bis vier Kirchenkreise miteinander.
Die Landessynode, die als "Kirchenparlament"in der Regel einmal jährlich tagt, ist das höchste Leitungsgremium der Landeskirche. Sie beschließt über Kirchengesetze, Finanzen und die maßgeblichen Weichenstellungen auf dem Weg, den die Kirche geht. In der Landessynode sind die Kirchenkreise und damit indirekt auch die Gemeinden vertreten. Diese presbyterial-synodale Ordnung ist ein Grundprinzip der evangelischen Kirche.
Im Auftrag der Landessynode wird die Landeskirche von der Kirchenleitung, die monatlich zusammenkommt, geleitet. Die Kirchenleitung besteht aus 18 Mitgliedern, darunter sieben hauptamtlichen. Den Vorsitz führt der/die Präses, den/die die Landessynode auf acht Jahre wählt. Er/Sie ist der/die leitende Theolog/in der EKvW und hat auch in der Landessynode den Vorsitz. Stellvertreter/innen des Präses sind ein/e theologische/r und ein/e juristische/r Vizepräsident/in, die beide zu den sieben hauptamtlichen Kirchenleitungsmitgliedern gehören.
Die EKvW hat ca. 2,6 Millionen Mitglieder (Stand 2006). Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von ca. 30 Prozent.
Etwa 22.000 (mit Diakonie ca. 60.000) Menschen sind haupt- und nebenberuflich in der EKvW beschäftigt.
Die Evangelische Kirche von Westfalen ist eine der unierten Kirchen innerhalb der EKD. Die Kirche ist eine Gliedkirche der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und Mitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.
Die Landeskirche unterhält eine Evangelische Akademie mit Sitz in Haus Villigst in Schwerte.

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